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Konfis auf Gottsuche

Es war ein Sonntag im Oktober, als ein unruhiges Treiben auf den Hügeln und in den Tälern zwischen Emmer und Nethe einsetzte. In allen vier Gemeindebezirken packten 36 Konfirmanden, 13 eifrige Teamer und die Hauptamtlichen der Konfirmandenarbeit ihre Taschen und zogen gemeinsam gen Süden. Ihr Ziel – das Konficamp 2019 auf der Burg Rothenfels. Die Campvorbereitungen starteten für die Teamer schon einige Wochen im Voraus. So wurden Teile der Teamerschulung aufgefrischt und Aufgaben für das Camp verteilt, damit auf dem Camp alles glatt laufen konnte. Auf dem Konficamp treffen sich Jahr für Jahr die Konfirmanden,Teamer und Hauptamtlichen der Gemeinden des ganzen Kirchenkreises Paderborn, um gemeinsam Gott und einander ein Stück näher zu kommen. Wir feierten gemeinsam Andachten, die die Hauptamtlichen der Gemeinden abwechselnd gestalteten, wodurch jedes Mal eine ganz andere einzigartige Atmosphäre entstand. In den Arbeitseinheiten, die maßgeblich die Teamer geleitet haben, kamen wir ins Gespräch über Gott. Wir hatten auch jede Menge Spaß beim Abendprogramm: Wir haben gemeinsam im Casino Bankrotto die Spielwelt auf den Kopf gestellt und bei strömendem Regen traten wir an als die neuen Ritter der Tafelrunde. Schließlich konnten wir in der Konfidisco noch einmal alles geben – Tanzen und mitsingen bis die Stimme weg war…
Natürlich gab es nicht nur Spiele und Spaß. Wir haben uns in den Arbeitseinheiten mit verschiedenen Themen beschäftigt, die uns gezeigt haben, wo wir in unserem Leben überall Gott begegnen. So haben wir z.B. unsere eigene Welt nachgebaut und darüber nachgedacht, was jedem von uns im Leben eigentlich wichtig ist und wovon wir leben.
Am Anfang mag so ein Konficamp auf Konfirmanden möglicherweise wenig verlockend erscheinen – man muss in den Ferien früh aufstehen, hat schlechten Handyempfang und noch dazu soll man sich über etwas vermeintlich so Fernes wie Gott Gedanken machen. Doch es ist immer wieder erstaunlich, dass am Ende des Konficamps jeder Konfirmand sich auf das Abenteuer eingelassen hat, sich manchmal sogar ein bisschen verändert hat und vielleicht sogar eine Träne vergießt und lieber bleiben würde. Diese Tatsache ist auf eine ganz eigene Weise schon ein kleines Wunder und zeigt uns, dass Gott auf dem Konficamp wirklich sehr nahe ist und gar nicht so fern, wie man es manchmal vermutet. Und wenn man sich nur darauf einlässt, kann man ihn sogar selbst spüren: „Brannte es nicht wie ein Feuer in unseren Herzen, als er [unterwegs mit uns war]“ Lukas 24, 32 Das Konficamp 2019 war wieder für alle eine ganz besondere Erfahrung und wird noch lange im Gedächtnis bleiben.
Unsere Angebote für Kinder und Jugendliche
Ausgabe Dezember 2019 – Januar 2020 Seite 15
Wir Teamer und Hauptamtlichen danken für ein paar wundervolle Tage und hoffen natürlich den ein oder anderen von euch Konfirmanden im nächsten Jahr als Teamer wieder dabei haben zu dürfen. Es grüßen herzlichst die Teamer, Anke Söthe, Dorothee Heuermann, Pastor Walle und Pastor Nolte-Guenther
„SteiLüNiebra…is billiga so…“
Es war ein guter Vorschlag: Wir machen ein Banner von Emmer-Nethe beim Konfi Camp. Alle schreiben ihren Namen darauf und das wird dann wechselnd in den Kirchen aufgehängt…oder so. Aber wie sollte nun das Motto des Banners lauten? Wer genau auf die Idee gekommen ist, lässt sich nicht mehr sicher feststellen: Jedenfalls entschieden sich die Teamer für SteiLüNieBra : Steinheim, Lügde, Nieheim, Brakel. Alles klar, oder? Und so fand sich das Kürzel SteiLüNieBra bald auf allen Teamerjacken. „Wir sind SteiLüNieBra“. Aber ob das wirklich billiger ist? Der Bevollmächtigten-Ausschuss arbeitet ja noch daran zu entdecken, wie in den Arbeitsgebieten der Gemeinde gelingende und sinnvolle Zusammenarbeit möglich ist. Ob dabei groß gespart wird, ist eine andere Frage. Was allerdings beim Konfi Camp deutlich wurde: die jungen Leute haben praktisch keine Probleme miteinander zu leben, zu lernen, zu beten und zu singen, und auch zu feiern. Die Grenzen zwischen den Gemeindeteilen von Emmer-Nethe sind bei ihnen völlig durchlässig.
Also: SteiLüNieBra hat eine große Zukunft. Und das ist gut so.
Holger Nolte-Guenther